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Rechtliche Unterschiede beim Digitalen Nachlass ki in DE, AT & CH

Rechtliche Unterschiede beim Digitalen Nachlass ki in DE, AT & CH

Rechtliche Unterschiede beim Digitalen Nachlass in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Verstehen Sie die Besonderheiten des digitalen Nachlasses in DACH und planen Sie Ihre digitale Vorsorge rechtssicher.

Was ist ein digitaler Nachlass?

Der digitale Nachlass umfasst alle digitalen Konten, Daten und Online-Assets einer Person nach ihrem Tod. Dazu gehören:

  • E-Mail-Konten
  • Soziale Netzwerke (Facebook, Instagram, LinkedIn)
  • Cloud-Dienste (Google Drive, iCloud, Dropbox)
  • Online-Banking und Finanzkonten
  • Digitale Abonnements & Kryptowährungen

Da die rechtliche Behandlung je Land unterschiedlich ist, ist es wichtig, frühzeitig zu planen.

Deutschland: Digitaler Nachlass im Erbrecht

In Deutschland gilt der digitale Nachlass als Teil des Nachlasses nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Wichtige Punkte:

  • Erben haben grundsätzlich Anspruch auf digitale Inhalte, sofern sie im Testament geregelt sind.
  • Verträge der Diensteanbieter (z. B. Facebook, Google) können Einschränkungen vorsehen.
  • Der Inaktivitäts-Manager von Google oder Gedenkstatus bei Facebook können genutzt werden.

Empfehlung: Testament oder digitale Vollmacht frühzeitig erstellen, um den Zugriff für Erben zu regeln.

Österreich: Digitaler Nachlass und Zugang zu Online-Konten

In Österreich ist die Rechtslage ähnlich, aber mit einigen Besonderheiten:

  • Es gibt keine spezielle gesetzliche Regelung für digitale Inhalte – sie fallen unter das klassische Erbrecht.
  • Die Verträge mit Plattformen bestimmen, ob Erben Zugang erhalten.
  • Empfehlung: Schriftliche Vollmacht oder digitaler Notfallordner zur Dokumentation von Passwörtern und Zugängen.

Wichtig: Online-Anbieter können Zugriffe verweigern, daher sollten Erben klare Anweisungen erhalten.

Schweiz: Digitaler Nachlass und Rechtslage

In der Schweiz ist der digitale Nachlass rechtlich noch weniger geregelt:

  • Digitale Inhalte zählen grundsätzlich als Teil des Vermögens.
  • Verträge der Anbieter bestimmen den Zugang für Dritte.
  • Empfehlung: Private Dokumentation der Konten & Passwörter, idealerweise als verschlüsselter Nachlassplan.

Besonders bei Banken, Kryptowährungen und Cloud-Diensten ist eine schriftliche Regelung sinnvoll.

Praktische Tipps für die digitale Vorsorge

  1. Erstellen Sie eine Liste aller digitalen Konten und Assets.
  2. Legen Sie fest, wer Zugriff erhält und welche Rechte gelten.
  3. Nutzen Sie Tools wie Passwort-Manager oder digitale Nachlassdienste.
  4. Integrieren Sie Ihre digitale Vollmacht in das Testament.
  5. Regelmäßig aktualisieren – neue Accounts gehören ebenfalls dazu.

💡 Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Bei komplexen Nachlassfragen sollten Sie einen Anwalt oder Notar konsultieren.

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